16 Gennaio 2026 – 18:30
Vorführung des Dokumentarfilms “Ombre a Mezzogiorno” (2023)
Dauer: 75 Min.
Anschliessender Gespräch mit dem Regisseur Enrico Carnuccio (in deutscher Sprache)
Karlstorkino – Marlene-Dietrich-Platz 1
Für Kartenreservierung: https://www.karlstorkino.de/programm/ombre-a-mezzogiorno/
„Ombre a Mezzogiorno“ ist eine Reflexion über die große italienische Binnenmigration der 1960er bis 1980er Jahre. In dieser Zeit verließen ganze Familien den bäuerlich geprägten Süden, um im industrialisierten Norden Arbeit und eine neue Zukunft zu suchen. Auch die Familie des Autors war Teil dieses Exodus.
Kalabrien und Piemont – zwei Regionen, mehr als 1.000 Kilometer voneinander entfernt – prägen seine Identität. Als Zeuge und Produkt dieses historischen Umbruchs setzt sich der Film mit den Orten seiner Herkunft auseinander und untersucht, wie sie sich durch Migration, Industrialisierung und Abwanderung verändert haben.
Der Blick auf ein entvölkertes Kalabrien spiegelt sich in den verlassenen Industrieanlagen Turins. Ausgehend von der Familiengeschichte Tullios entfaltet der Film eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Arbeit, Industrie und Gewerkschaften sowie mit den tiefgreifenden Folgen der Migration – aus der Perspektive jener, die gegangen sind und dennoch zwischen zwei Welten geblieben sind.

